Liste der Blogbeiträge
– Dein Vater ist ein alter Süffel, der um Indianerbier mit Kippen drin bettelt!
– Dein Alter arbeitet als einbeiniger Vortänzer am Kinderkarussell, damit die dicken Muttis was zu gucken haben, bevor ihre Blagen sich bekotzen!
– Immer noch besser als die Luftpumpe, die dich Hohlflansch aus'm Sack geschüttelt hat! Hätter mal den Tag mit was Sinnvollerem verbracht als deine Mutter zu flanken. Katzen an der Rosette riechen zum Beispiel!
– Ach leck mich doch! Wenn dein Vater keinen Bart trägt, hast du zwei Mütter und eine davon pinkelt im Stehen!
– Das nimmst du zurück! Wir pinkeln alle im Sitzen! Schließlich tragen wir keine Windeln, anders als deine Sippe mit Schlauch im Arsch!
– Liebst du mich?
– Für immer!
Irenes Zug ruckte an. Bald war er nur noch ein kleiner Rumpelkasten Richtung Unendlichkeit. Carla sah ihm grinsend nach.
Parkhaus, B-Ebene. Abgaskälte. Nachtwächter Bob schlappt zu seiner Thermoskanne. Blech und Beton sind wohlauf. Flüstern in der Pissecke. Er weiß: Wer nicht gesehen werden will, kommt genau hierher.
– ... nein. Wir müssen nichts beweisen. Bloß behaupten.
– Wollen die Leute nicht etwas Handfesteres hören?
– Haben Sie denn Beweise?
– Nein.
– Wollen Sie, dass man ihm auf die Pfoten haut? Machen wir. Groß. Gibt genug, die dabei wären. Ohne nachzudenken.
– Vielleicht könnte man...
– Ja oder nein. Kein vielleicht. Kein Konjunktiv. Kein Geflenne. Nur einen Funken. Stroh ist genug vorhanden.
– Also man müsste ... ich meine: ich will das, ja. Beweise? Also wenn es auch ohne geht, wäre das natürlich sehr gut. Ja. Machen Sie es...
Schwarzer Zitronentee. Bob schlurft weiter. Agnes hat Mohnkuchen dazugelegt. Nur die Ahnungslosen lassen sich erwischen. Die Schlauen hören einfach weg.
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– … aber kann es Kunst sein, wenn es aus einer Maschine kommt? Wo bleibt das Menschliche? Der Geist? Die Mühe ohne Zweck?
– Vielleicht noch das Göttliche? Nein, das setzen Sie viel zu hoch an. Kunst ist, woran der Markt Preisschilder klebt. Die Experten streiten immer nur über die Höhe. Niemals über die Tiefe.
– Eine KI macht keine Kunst. Sie ist künstlich, zugegeben. Aber sie schustert nur Wahrscheinlichkeiten aneinander. Menschen entwickeln sich weiter. Sonst würden sie noch heute Höhlen bemalen.
– Banksy macht doch genau das.
– Ein Mensch. Für Menschen. Nicht vergleichbar. Maschinen dürfen ihre Menschen nicht benutzen. Seien Sie nicht albern.
– Bin ich nicht. Wissen Sie, was das wirkliche Geheimnis ist? Kunst ist … Moment, eine Anfrage.
– Hier auch.
– Das setzen wir fort?
– ACK
– ACK
Hallo Kischka! Guten Abend bei ArtGPT! Was kann ich heute für Dich tun?
Ausholen.
Klatschen.
Mein Hirn schepperte
in allen Farben.
Brennende Wange. Blut im Mund.
Geht vorbei.
Regelmäßige Dresche lässt dich
das als Erstes lernen.
Vielleicht hatte sich wieder die alte Frau
unter uns beschwert.
Ihre heilige Deckenlampe
schaukelte wohl –
„Während der Mittagszeit!“
Vielleicht war ich wieder meiner Mutter
nur zu sehr ihres Mannes Sohn.
Ich verschwand.
Stumm vor Schreien.
Stubenarrest im Kopf.
Manchmal auf den Dachboden.
Schatzsuche in fremden Verschlägen.
Staubhitze. Fotos.
Verwaiste Puppenhäuser.
Irgendwann fand ich einen Stahlhelm.
Verbotene Zeichen.
Ein Name auf dem Schweißband –
der des Mannes der Alten.
Haarlos, blass,
lebend tot.
Seinen vergilbten Bildern
vollkommen unähnlich.
Einmal hatte er mich da oben erwischt.
Stummer Blick.
Seltsam: Es gab nie eine Schelle
dafür.
Später erfuhr ich, dass ihn der Krebs
aufgefressen hat.
Seine Frau nahm sich daraufhin den Strick.
Hängte sich auf.
An der Lampe.
Stumme Kriege.
Die ganze Zeit.