Ammassalik (Grönland), 21:30 Uhr
Was er sagen und schreiben wollte, wandte sich gegen ihn, quetschte ihn zu Boden. Der Kampf war vorbei. Da war kein Wort mehr. Keine Leser. Nur noch Leere.
Stufenknarren. Die Treppenhausfenster kniffen ihre Augen zusammen. Als ob er sie geweckt hätte. Dabei war er schon immer da. Zwischen toten Fliegen in verdorrten Grünpflanzen.
Der Dachboden empfing ihn wie ein alter Freund. Unter jedem Schritt bog sich sein Holzboden. Als Kind fürchtete er, durch die rohen Dielen zu brechen und in ein fremdes Wohnzimmer zu krachen. Spuren im Staub, heute größer als damals.
Das rostige Vorhängeschloss. Quietschende Vergangenheit. Tausende Pflichten überspülten seine Tage, hielten ihn weg von hier oben. Aus alten Pappschachteln blickten ihn vertraute Gesichter an. Unbekannte Landschaften. Blitze in seinem Gehirn. Wie duften Stimmen? Und dieses eine Wort: Wiedersehen.
Plötzlich war da wieder die Angst durchzubrechen. Endlich.
Er lächelte.