Erfurt (Deutschland), 21:37 Uhr
Lundi hielt den Golfschläger mit zwei Händen über seiner Schulter. Sein Blick nagelte den Schwachkopf fest, der dumm genug gewesen war, hier einzubrechen und ihm nun mit seinem silbernen HiFi-Krempel unterm Arm gegenüberstand. Mögliche Szenarien: Der Typ macht die Biege oder das Neunereisen erledigt das für ihn.
Das Telefongeklingel übertönte das Unwetter. Displayblinken. Nummer unbekannt.
„Hallo Jan“, drohte eine Stimme durch den Anrufbeantworter. „Schade, dass wir dich nicht persönlich erreichen. Bist ja gerade mit deinem Handicap beschäftigt. Wir wollten dich nur wissen lassen: Alles ist geregelt. Dein morgiger Tag ist programmiert.“
Der Regen schepperte gegen die Fensterscheiben. Der Einbrecher riss die Augen auf, ließ den Plattenspieler fallen und verwandelte sich in hektisches Treppenstufengeklapper. Lundi wurde heiß und kalt. Der Anrufer wusste mehr, als irgendwer wissen sollte: Wo er war. Was er tat. Jetzt.
Es brauchte morgen mehr als einen Golfschläger.